Römerzeitliche Kulturpflanzen

Den Hauptanteil der pflanzlichen Ernährung bildeten Getreide, Hülsenfrüchte und Ölpflanzen. Erstgenannte spendeten insbesondere die Kohlenhydrate, die Hülsenfrüchte sorgten für ausreichende Eiweißzufuhr, letztere lieferten die lebensnotwendigen Fette. Der heute wieder eine Renaissance erfahrende Dinkel (Triticum spelta) war eines der Hauptgetreide. Der in unserer Zeit nur noch in Botanischen Gärten kultivierte Emmer (Triticum dicoccum) hatte in der Region Trier in römischer Zeit noch grundlegende Bedeutung für die Sicherung der Ernährungsgrundlagen. Das gleiche gilt für Gerste (Hordeum vulgare), die zur Versorgung von Mensch und Tier diente.
Die drei Hülsenfruchtarten Ackerbohne (Vicia faba), Erbse (Pisum sativum) und Linse (Lens culinaris) wurden großflächig kultiviert und bildeten neben dem tierischen Eiweiß eine wichtige pflanzliche Lebensgrundlage. 

Schlaf-Mohn (Papaver somniferum) wird seit der Steinzeit als schmackhafte Ölpflanze angebaut und hatte in römischer Zeit nichts an Bedeutung eingebüßt. Gleiches gilt für den Lein (Linum usitatissimum), dessen Samen ebenfalls zur Ölgewinnung dienten und der darüber hinaus Faserpflanze war. Hanf (Cannabis sativa) fand wie Lein als Öl- und als Faserpflanze Verwendung, wobei Hanföl qualitativ hinter demjenigen aus Mohn- und Leinsamen zurücktritt.