HORTUS TREVERORUM – Angebot für Geist und Sinne

Dekorative Gartenanlagen entsprachen dem Repräsentationsbedürfnis der Menschen in römischer Zeit. Die kunstvollen Kleinode hatten einen hohen Stellenwert. Die eingefriedeten Areale folgten meist einer gewollten, regelmäßigen Ordnung, die durch Pergolen, Skulpturen, Wasserbecken, Springbrunnen und mit Buchs oder anderen immergrünen Gewächsen eingefassten Beeten zu architektonischen Kunstwerken gestaltet wurde. Die vielfältigen Reize eines solchen Gartens laden zum Verweilen, Ausruhen, Betrachten und Erholen ein – heute wie in römischer Zeit. Der zweifellos positive Effekt von Grünflächen auf das Befinden des Menschen war damals schon erkannt. Neben den wirtschaftlich sinnvollen Nutzgärten im Bereich von römischen Landgütern existierten kommerziell ausgerichtete Spezialgärten und öffentliche Grünanlagen als „Lungen“ der Städte. Archäobotanische, schriftliche, bildliche und in seltenen Fällen archäologische Quellen informieren uns zuverlässig über Bedeutung, Gestaltungskriterien und Aussehen eines Gartens in römischer Zeit. Die antiken Schriftsteller Cato, Varro, Columella und Plinius d. Ä. berichten ausführlich über den gärtnerischen Pflanzenbau im Altertum.

Planung: Arge Ernst Ÿ Schwarz
Beratung: Dr. M. König, Rheinisches Landesmuseum Trier