Der Luxemburger Garten
„Terra Mixta“ 


ein Konzept von Michèle Gillen und Antje Burmeister

Eine bedeutende Region in Luxemburg ist die “Terre Rouge”. Bei Betrachtung des Landes sieht man, dass neben der „Terre Rouge“ noch weitere Landschaftsabschnitte von Bedeutung sind, wie das Ösling, das Gutland, sowie die Grenzregion an der Mosel. Diese sind sehr unterschiedlich geprägt hinsichtlich des Reliefs, des Bodens, des Klimas und zeigen ihre eigene Geschichte auf. Ausgehend davon wurde die „Terra mixta“ unseres Landes zum Leitthema genommen. Es zeigt, dass Luxemburg eine sehr vielfältige Struktur aufweist. 

Projektbeschreibung:

Der Garten setzt sich aus 4 Teilbereichen zusammen. Jeder Teilbereich ist eine Darstellung eines ausgewählten Landschaftsabschnittes. 

Im obersten Teil der Fläche findet sich das nördlich gelegene „Ösling“. Geprägt wird dieser Landstrich von steilen Schieferhänge. Zur Repräsentation dieser Region dominiert dementsprechend die Farbe Grau. Daher haben wir uns für ausgewählte graue Stoffe entschieden. Der Bereich wird durch ein feuerverzinktes Raster aus Stahlbänder unterteilt. Die einzelnen Quartiere werden mit ortstypischen Gestein oder modernen grauen Materialien ausgefüllt. Unter anderem wurde Polygonal-Schieferplatten, einen ausdrucksstarken Schieferblock und graues Granulat, verwandt. Einen interessanten Blickfang stellen die Spiegelscherben und eine graue Bodenleuchte dar. Bei Sonneneinstrahlung ergeben sich interessante Reflexe. Gräser oder Stauden dominieren die Pflanzungen.

Im unteren Teil wird die südlich gelegene „Terre Rouge“ dargestellt. Wiederum finden wir das schon verwendete Stahlraster auf dem Boden, allerdings wird rostiger Stahl verwendet, um die „Terre Rouge“ zum Ausdruck zu bringen. Hier dominiert die Farbe Rot bei der Materialverwendung. Die Quartiere werden zum Teil mit den regional vorkommenden roten „Minettsteng“ aufgefüllt oder mit Granulat. Daneben finden wir diesmal eine rote Bodenleuchten, rote Glasscherben und rötliche Stauden. 
„Terre Rouge“ und „Ösling“ sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, nur dass sie die der Region zugewiesene Farbe aufweisen. 

Zur Trennung dieser kleinteiliger gestalteten Bereiche wurde das „Gutland“ in der Mitte angelegt. Es ist schlichter gestaltet um einen ruhigen Bereich zu schaffen. Das „Gutland“ mit seinen Wiesen, Feldern und Grünland, in denen weitschweifende Blicke möglich sind, wird mit Rasenfläche repräsentiert. Das Material Stahl wird wieder aufgenommen, zur Herstellung von 3 Rasenbecken, die die ausgedehnten Wiesenplateaus des „Gutlands“ darstellen. 

Als letzter Bereich findet sich Grenzregion an der Mosel. Diese Region wurde ausgewählt um den Bezug zwischen Luxemburg und Deutschland herzustellen. 
Die Mosel wird als Betonbecken, das mit blauen Keramiksteinen verziert ist, gezeigt. Entlang der Mosel werden die Weinhänge abgebildet, wobei der Wein auf der Fläche als Bodendecker fungiert und die Weinstöcke werden in den Farben der Trauben deutlich gemacht. Hier anhand von grün oder violett scheinenden Leuchten.

Als stimmungsvolle Materialien treten in unserem Projekt der Stahl, das Licht und das Glas auf, die sich als Verbindungselement durch das ganze Projekt ziehen.