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Spatenstich zur Landesgartenschau

Am 12. August 2002 fand um 12.30 Uhr der offizielle Spatenstich zur Landesgartenschau des Landes Rheinland-Pfalz in Trier im Jahre 2004 statt.

Mit einem einfachen Spatenstich war es angesichts der Größe des Projekts nicht getan: Ministerpräsident Kurt Beck, Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage und Oberbürgermeister Helmut Schröer setzten drei Baggerraupen in Bewegung, schoben einen ansehnlichen Erdhaufen zusammen und gaben damit das Startsignal für die heiße Bauphase der Landesgartenschau 2004 auf dem Petrisberg. Wenige Sekunden später sprossen aus der Baugrube bereits die ersten Blumen, die sich bald darauf als Tänzerinnen mit Kostümen in den LGS-Farben entpuppten.

Nicht nur klassische Blumenschau

Ministerpräsident Beck zeigte sich angetan vom Trierer Konzept – erst recht, als er von der Plattform des 40 Meter hohen Wasserturms einen Rundblick über das 81 Hektar große Gelände geworfen hatte. „Das Pfund, mit dem Trier wuchern kann, ist die Einbindung der Region inklusive Luxemburgs“, sagte Beck. „Wir wollen nicht nur eine klassische Blumenschau veranstalten, sondern auch städtebauliche Aspekte zur Geltung bringen. Dies ist Trier mit der Einbeziehung des Konversionsprojekts Wissenschaftspark in herausragender Form gelungen.“

Oberbürgermeister Helmut Schröer spielte den Ball zurück: „Wir stehen vor einer großen Herausforderung, aber die Stadt Trier und mit ihr die gesamte Region wird alles daran setzen, den Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen. Die Landesgartenschau soll zu einer guten Visitenkarte des Landes Rheinland-Pfalz werden.“

Der Spatenstich per Bagger erfolgte an der Ecke Pluwiger-/Sickingenstraße, wo ein Maronenhain angelegt wird. Die ersten Anpflanzungen sind für den Herbst vorgesehen. Noch an zwei weiteren Stellen laufen bereits die landschaftsgärtnerischen Arbeiten. Ganz in der Nähe des Maronenhains wird die Grube für ein 250 Meter langes Wasserband ausgehoben und am oberen Ende des Brettenbachtals wird eine Mulde zur Sammlung von Niederschlagswasser angelegt.

Zuschüsse für Straßenausbau

Frohe Kunde hatte Wirtschaftsminister Bauckhage nach Trier mitgebracht: Für den Ausbau der Zufahrtsstraßen zum Petrisberg stellte er Landeszuschüsse in Höhe von knapp fünf Millionen Euro in Aussicht. Außerdem soll ein intelligentes Verkehrsleitsystem entwickelt werden. „Wir sind froh, an diesem außergewöhnlichen Ereignis mitwirken zu können“, betonte Kulturdezernentin Colette Flesch als Vertreterin der Stadt Luxemburg. Die Nachbarstadt wird sich sowohl mit dem „Turm Luxemburg“ auf dem Petrisberg als auch mit verschiedenen Maßnahmen in ihren eigenen Grünanlagen beteiligen.