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Oberbürgermeister Helmut Schröer pflanzt ersten Baum auf Landesgartenschaugelände

Esskastanie, lateinisch castanea sativa, im heimischen Sprachgebrauch auch als Marone bekannt, so heißt der erste Baum, den der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer heute für die zweite rheinland-pfälzische Landesgartenschau gepflanzt hat. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Trierer Landesgartenschaugesellschaft gab damit den Startschuß für die Bepflanzung des Maronenhains, für den in den nächsten Wochen in unmittelbarer Nähe der LGS-Geschäftsstelle rund 40 Exemplare dieses Großbaumes angepflanzt werden. "Wie es sich für eine rheinland-pfälzische Landesgartenschau gehört, ist der Baum im Lande aufgezogen worden", sagte Schröer, ehe er eigenhändig zur Tat schritt und mithalf den Baum, der bereits jetzt einen stattlichen Umfang von rund 45 Zentimeter aufweist, in die Erde zu bringen. Tatkräftig unterstützt wurde Schröer vom Trierer Baudezernenten Peter Dietze und vom leitenden Stadtdirektor der Stadt Luxemburg, Jean van den Bulcke.

Als weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Landesgartenschau, bezeichnete Schröer die Pflanzung der ersten sechs Bäume. Denn neben einem Baum für die Stadt Trier wurde auch jeweils ein Baum für die Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Daun sowie für Luxemburg gepflanzt. Der Trierer Oberbürgermeister verwies zu diesem Anlass erneut auf die überregionale Bedeutung der Schau. "Wir haben bewusst die vier Landkreise des ehemaligen Regierungsbezirks Trier und Luxemburg von Beginn an in die Planungen miteinbezogen", sagte Schröer der zudem eine weitere gemeinsame Aktion der LGS-Partner bekannt machte. Für jedes Kind, das am 22. April 2004, dem Eröffnungstag der Landesgartenschau in einem der vier Landkreise, in der Stadt Trier oder in Luxemburg geboren werde, werde später auf dem Gelände der Landesgartenschau ein Baum gepflanzt. Schröer zeigte sich hoch erfreut darüber, dass alle Partner sich mit der Idee einverstanden zeigten.

"Die Esskastanie gehöre zur Gruppe der Buchengewächse und gelte als einer der schönsten und stattlichsten Laubbäume für Park-Landschaften, sagte LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder. Der Baum, der jetzt etwa 15 Jahre alt und bereits rund acht Meter hoch sei, könne bis zu 35 Meter hoch werden. Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2004 sollen nach den Worten Schmauders rund 250 Bäume auf dem Gelände gepflanzt werden. Schmauder erläuterte die Gründe für den Termin der Baumpflanzaktion kurz vor dem Weihnachtsfest. Je früher die Bäume gepflanzt würden, desto prächtiger sei das Erscheinungsbild der Maronen zur Landesgartenschau. Ein Ortswechsel, bedeute für den Baum einen schweren Eingriff, betonte der Landschaftsarchitekt. Werde der Baum im Herbst verpflanzt, könne er diesen Eingriff am besten überstehen. Denn in der Zeit der Vegetationsruhe habe der Baum die Gelegenheit neue Faserwurzeln zu bilden, die für die Feuchtigkeits- und Nährstoffaufnahme von entscheidender Bedeutung seien.

Neben der Bepflanzung des Maronenhains wird derzeit auf Hochtouren an dem vor der LGS-Geschäftsstelle angesiedelten Rosenvergleich gearbeitet. Nachdem man für die rund 4000 Rosen, nach den spektakulären Funden der Archäologen, notgedrungen einen neuen Platz haben finden müssen, seien die Arbeiten, trotz des schlechten Wetters enorm zügig vorangegangen, sagte Schmauder. Derzeit werde eine rund 200 Meter lange Hainbuchenhecke als Abschluss des Rosenvergleiches gepflanzt.

Schmauder zeigte sich erfreut darüber, dass die LGS bei den Bauarbeiten bisher voll im Zeitplan liege. Der Geschäftsführer bedankte sich bei den beteiligten Firmen, die mit großem Arbeitseinsatz dafür gesorgt hätten, dass alle baulichen Ziele für das Jahr 2002 erreicht worden seien. Insbesondere im August und September seien die Erdarbeiten sehr zügig vorangegangen. Seit Anfang August sind nach den Worten Schmauders auf dem künftigen Gartenschaugelände rund 100.000 Kubikmeter Erde bewegt worden.