

Pressemitteilung 67/2003 | 04.09.2003
Modern und umweltgerecht: Wasserband auf dem Gelände der Landesgartenschau Trier geflutet
Das erste Prachtstück auf dem künftigen Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 ist nun offiziell in Betrieb. Mit einem Knopfdruck leitete der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer am Donnerstag die erstmalige Flutung des Wasserbandes ein. Das 250 mal 20 Meter große Becken, das sich unmittelbar neben der Häuserzeile „Innovatives Bauen“ befindet, gilt als Beispiel für moderne Regenwasserbewirtschaftung.
„Normalerweise wird eine Versickerungsmulde der Landschaft ohne hochwertige Gestaltung angepasst“, erklärt Matthias Schmauder, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH. „Bei diesem Wasserband ist die Versickerungsfläche mit einem streng geometrisch gestalteten Wasserbecken kombiniert.“ Das umweltgerechte Band hat ein Fassungsvermögen von 4,4 Millionen Liter, der tiefste Punkt liegt bei 1,20 Meter. „Durch lang anhaltende Regenfälle entsteht im Becken ein Überlauf, das Wasser versickert dann im angrenzenden Magerrasen“, sagt Schmauder. Durch diese Daueranlage ist der Bau einer teuren Kanalisation auf dem Petrisberg nicht notwendig.
Die Anlage wurde in enger Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) geplant, da sie eine städtebauliche Zäsur zwischen dem Wissenschaftspark und dem Wohngebiet W1 bildet. Die EGP trägt auch das Auftragsvolumen in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Direkt am Rand des Wasserbandes entsteht eine Lindenallee. Bänke tragen dazu bei, dass die Besucher der Landesgartenschau dort für einige Minuten abschalten können. Schmauder weist jedoch darauf hin, dass das Schwimmen nicht erlaubt ist. „Regenwasser hat keine Badewasserqualität, deswegen können wir das Planschen nicht zulassen.“ Allerdings dürfe sich Jedermann mit den Füßen erfrischen. Deswegen werde das Wasserband durch den Bau von Stufen am Rand erlebbar gemacht. Musik-Freunde werden schließlich auf der 13 mal acht Meter großen Wasserbühne ganz auf ihre Kosten kommen. Viele Chöre aus der Region möchten dem Publikum während der Landesgartenschau zeigen, was sie zu bieten haben.
„Das Wasserband ist ein faszinierende Idee“, lobte der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer. „Als ich mit Gästen noch vor einigen Monaten über das Gelände ging und von diesem Kernstück erzählte, schauten sie sehr ungläubig.“ Die Liste mit den Eckdaten lässt ahnen, was in den vergangenen sechs Monaten alles geleistet wurde. 600 Kubikmeter Stahlbeton, 2000 Quadratmeter Natursteinpflaster und 4000 Quadratmeter Betonsteinpflaster gestalten das Schmuckstück. Für die 8000 Kubikmeter Erde, die bewegt wurde, waren Vier-, Drei- und Zweiachser-Lkws, ein Kettenbagger (20 Tonnen), ein Mobilbagger (18 Tonnen) sowie eine Laderaupe, ein Grader und ein Radlader im Einsatz. Eine etwa acht Mann starke Truppe sorgte dafür, dass der Bauplan trotz technischer Schwierigkeiten und der anhaltenden Hitze exakt nach dem vorgegebenen Plan fertiggestellt wurde.
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